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LangeLutherNacht - Nachlese

Prima geschmeckt hat‘s den 50 Gästen, das Mitternachtssüppchen, dazu Luther-Brot vom Bio-Hof Gay in Nöttingen, gebacken in der Bäckerei Rebmann. Hobby-Koch Dieter Engel hatte Suppeneinlagen zu Luthers Zeiten recherchiert:  Jede Sorte Fleisch, Wurzelgemüse quer durch den Krautgarten, als Einlage noch Nudeln bzw. Graupen, – die Kartoffel war noch nicht von Amerika nach Europa gekommen – und jede Menge Gewürze.
Und Hunger hatten sie, die noch etwa 50 Gäste, die bis Mitternacht ausgeharrt hatten, und teilweise schon um  1/2 8 Uhr abends in der Kirche waren, als der erste Teil der LangenLutherNacht begann, Luthers Lieder mit Hintergrundgeschichten, Anekdoten und Zitaten, zusammengetragen und launisch dargebracht von Pfarrer Hans-Martin Griesinger. Ein Ohrenschmaus auch der Nöttinger Posaunenchor unter der Leitung von Christine Schadrin, der zur Überraschung aller bei manchen Strophen auf’s Musizieren verzichtete und dafür umso kräftiger sang.
Den Auftakt machte der Choral von 1523 „Nun freut euch, lieben Christen gmein“  (EG 341), in den Luther das ganze Evangelium und seine Theologie reinpackte, weil es in dieser Zeit in Sachsen verboten war, Luthers Neues Testament und seine Schriften zu besitzen. Nun schrieb der findige Luther einfach Lieder; die waren nicht verboten. Neben dem Kinderlied: „Vom Himmel hoch“ (EG 24) fehlte natürlich auch nicht das Reformationslied schlechthin „Ein feste Burg ist unser Gott“ (EG 362), diesmal sogar mit der 4. Strophe, die zu singen selbst Pfarrer Griesinger nicht leicht fällt, wie er bekannte: „…Nehmen sie den Leib, Ehr, Gut, Kind und Weib, lass fahren dahin, sie haben’s kein Gewinn, das Reich muss uns doch bleiben.“
Danach gab’s dann im 2. Teil der LangenLutherNacht großes Kino in der Kirche: Den mit der Goldenen Leinwand ausgezeichnete Film „Luther“ mit Joseph Fiennes in der Hauptrolle, nebst weiteren großen Schauspielern wie Alfred Molina, Sir Peter Ustinov, Bruno Ganz, Matthieu Carrière… Man hätte eine Stecknadel fallen hören können. Vielleicht war dieses erste Kirchenkino nicht das letzte. Tja, und dann wurde das Mitternachtssüppchen verteilt …
Eine ganz feine Sache, so waren sich alle einig.

 
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Herrnhuter Losungen

Freitag, 24. November 2017
Der HERR wird den Armen nicht für immer vergessen; die Hoffnung der Elenden wird nicht verloren sein ewiglich.
Wir werden beim Herrn sein allezeit. So tröstet euch mit diesen Worten untereinander.