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Christen erwartet im Himmel eine glänzende Erscheinung
Monatsspruch: Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich. 1. Korinther 15,42

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
eine „leibhaftige“ Auferstehung – wie soll man sich das vorstellen? Heute ein Problem wie damals zu Lebzeiten Jesu! Der Apostel Paulus antwortet auf immer noch bestechend aktuelle Weise: Nimm zum Beispiel eine Kastanie. Niemand, der sie nicht kennt, würde vermuten, dass dies der Same für einen mächtigen Baum ist. Und doch ist in der Kastanie, ist im Erbgut des Samens alles enthalten, was am Ende den gewaltigen Baum ausmacht. Die Identität ist gewahrt.
So ist es auch um uns Menschen bestellt: Unsere irdische Existenz hier ist im Verhältnis zu der neuen, himmlischen Existenz, auf die wir hoffen, so klein und unbedeutend, wie die Kastanie zum fertigen Kastanienbaum erscheinen mag. Aber genauso unvergleichlich mehr und größer und schöner der Baum zur Kastanie ist, genauso unvergleichlich schöner und herrlicher werden wir als erlöste Menschen in Gottes neuer Welt erscheinen. Es geht aber, wie alles Leben, durch ein Sterben und neu Entstehen hindurch.
Ihr Pfarrer Oliver Elsässer, Königsbach

Quelle: Dekanatsrundbrief

Wahres Wachen
Monatsspruch: Jesus Christus spricht: Wachet! Markus 13,37

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
Jesus Christus spricht: Wachet! (Markus 13,37). Die Akoimeten (Schlaflosen) haben das wörtlich genommen. Sie feierten unaufhörlich Gottesdienst, 24 Stunden lang. Das war keine religiöse Spinnerei, sondern vorbildlich. Denn es genügt nicht, körperlich wach zu sein. Wenn Jesus uns zum Wachen aufruft, dann bedeutet dies: Vergesst nicht, dass ihr euer Leben von Gott habt und es vor ihm verantworten müsst.
Ihr werdet ihn schauen eines Tages. Darum lebt jetzt schon in seiner Gegenwart. Wer das im Kopf hat und im Herzen trägt, der „wacht“ im Sinne Jesu und darf gerade deshalb seinem Körper auch einmal Ruhe gönnen. In diesem Sinne heißt es in der Komplet (Nachtgebet): „Bewahre uns, o Herr, wenn wir wachen; behüte uns, wenn wir schlafen, auf dass wir wachen mit Christus und ruhen in Frieden.“
Ihr Dekan Dr. Christoph Glimpel, Göbrichen

Quelle: Dekanatsrundbrief

Eine Botschaft, die über den Tod hinaus tröstet
Monatsspruch: Wer im Dunkel lebt und wem kein Licht leuchtet, der vertraue auf den Namen des Herrn und verlasse sich auf seinen Gott. Jesaja 50,10
Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
manchmal höre ich den Satz: „Wenn du glaubst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her.“ Will sagen: Man darf den Kopf nicht hängen lassen! Es gibt täglich etwas Schönes, was einem begegnet, immer einen Grund zum Danken. Aber manchmal mag es auch Schicksalsschläge geben, da reicht „die Kraft des positiven Denkens“ allein nicht aus. Ein alter Mann erzählte mir vor vielen Jahren: „Herr Pfarrer, ich war Kriegsgefangener in Sibirien. Wir waren völlig isoliert. Ich war froh über jedes Gedicht, jedes Lied, das ich auswendig kannte. Aber die Bibelverse, die waren wie Brot.“ – Es gibt eine Kraft, die ist größer als wir, und unser Glaube wurzelt in einer anderen Welt.
Ihr Pfarrer Oliver Elsässer, Königsbach-Stein

Quelle: Dekanatsrundbrief

Nur auf diesen Blick kommt es an
Monatsspruch: Ihr seid teuer erkauft; werdet nicht der Menschen Knechte. 1. Korinther 7,23
Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
oft fragen wir uns: Wer bin ich? Was bin ich wert? Was muss ich leisten, um den Wert zu halten: in Schule, Ausbildung und Studium, im Beruf und Umkreis von Familie und Freunden? Wo bin ich angesehen? Wo muss ich mich unterordnen und fremden Maßgaben folgen für eine gute Position? Wir stehen im Blickfeld vieler Augen.
Jesus lebte inmitten dieser Blickfelder. Doch er hatte eine neue Gottesbeziehung, glaubte an den Vatergott, der alle Menschen bedingungslos liebt. In einfachen Worten verkündete er den Gott der Liebe, lebte es im Umgang mit Frauen, Kindern, Ausländern, Heiden und Verachteten beispielhaft vor, nahm dafür den Tod am Kreuz in Kauf. Das prägte dann auch den Apostel Paulus in seiner neuen Existenz als Christ, formte seine Vorstellung vom Leben in den Gemeinden. Paulus ließ sich in seinem ersten Brief an die Gemeinde auf keine Diskussion ein: Jesus Christus ist der eine Maßstab. Auf Christus seid ihr getauft. Eure Freiheit hat er mit seinem Blut erkauft. Sein Blick auf euch ist der einzig entscheidende und dieser Blick ist ein Blick voller Liebe und Gnade. Wir stehen im Blickfeld vieler Augen, nur auf einen Blick kommt es an.
Ihr Pfarrer Daniel Dettling, Langenalb

Quelle: Dekanatsrundbrief

Gott will unseren Glauben stärken
Jahreslosung: Ich glaube; hilf meinem Unglauben! Markus 9,24
Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
die alte Frau hatte mich zu einem Gespräch eingeladen. Sie wollte über ihre Beerdigung reden. Ihr war wichtig, dass es eine frohe Feier wird. Ein Gottesdienst, der die Auferstehung Jesu Christi verkündet. Gemeinsam stellten wir Texte und Lieder zusammen.
Ein halbes Jahr später wurde ich wieder zu dieser Frau gerufen. Sie war nun im Pflegeheim. Ich trat neben ihr Bett, und sie sagte: „Herr Pfarrer, ich habe meinen Glauben verloren. Es ist nichts mehr da.“ Ich war erschüttert und rang nach Worten. Ein Gotteswort aus Jesaja fiel mir ein: „Fürchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht, denn ich bin dein Gott. Ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich halte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.“ Zu meinem Erstaunen sagte die Frau: „Ich glaube das nicht. Aber es ist ein starkes Wort. Ich will mich davon tragen lassen.“
An diese Szene muss ich denken, wenn ich die Jahreslosung 2020 höre. Es gibt einen Glauben, der sich im wahrsten Sinne des Wortes verlässt – er verlässt alle subjektive Gewissheit und verlässt sich ganz auf Gott, auf Jesus. So wie der Vater des besessenen Knaben auf das vertrauen soll, was Jesus kann. Und weil Jesus alles kann, wird er auch unseren subjektiven Glauben immer wieder stärken, wenn wir bitten: Ich glaube; hilf meinem Unglauben!
Ihr Dekan Dr. Christoph Glimpel, Göbrichen

Quelle: Dekanatsrundbrief

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